Kurz gesagt. Eine Mindestgrösse für Zimmer gibt es in der Schweiz nicht auf Bundesebene: Das Bauen regeln die Kantone. Im Kanton Zürich muss ein Wohn- oder Schlafraum mindestens 2,40 m hoch und, ausser in Einfamilienhäusern, mindestens 10 m² gross sein (Planungs- und Baugesetz, § 303 und § 304). Das Wohnungs-Bewertungs-System (WBS) des Bundesamts für Wohnungswesen nennt als Mindestanforderung 14 m² fürs erste Zimmer und 10 m² für jedes weitere. Für ein Schlafzimmer mit einem 160er Bett rechnet Pfister mit etwa 12 bis 14 m². Eine Schweizer Wohnung hat im Schnitt 99 m² (BFS, 2025). Und bei einer «3,5-Zimmer-Wohnung» ist das halbe Zimmer oft kein eigener Raum, sondern ein Essplatz, eine offene Küche oder eine Nische.
Passt ein Doppelbett in dein Schlafzimmer?
Die Tabelle zeigt die in der Schweiz üblichen Bettgrössen. Im Rechner darunter wählst du ein Bett aus und gibst die Masse deines Zimmers ein; er zeigt, ob rundherum genug Platz zum Gehen bleibt.
| Bett | Grösse in cm | Auch genannt | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Einzelbett 80 | 80 × 200 | 80x200 Bett | Zwei davon ergeben ein 160er Doppelbett |
| Einzelbett 90 | 90 × 200 | 90x200 Bett | Bei IKEA Schweiz erhältlich |
| Einzelbett 100 | 100 × 200 | 100x200 Bett | Etwas mehr Platz für eine Person |
| Französisches Bett | 140 × 200 | 140x200 Bett | Zu zweit 70 cm pro Person |
| Doppelbett 160 | 160 × 200 | Queen Size | Bei Paaren sehr beliebt; braucht weniger Platz als 180 |
| Doppelbett 180 | 180 × 200 | King Size | Von Pfister «gängiges Doppelbett» genannt |
| Familienbett | 200 × 200 | Übergrösse | Die grösste übliche Grösse |
So rechnest du das Schlafzimmer
Ein Rechenbeispiel mit einem Bett von 180 × 200 cm und einem Kleiderschrank, der etwa 60 cm tief ist und dem Fussende gegenübersteht:
- Knapp: 60 cm auf jeder Seite des Betts ergeben 3,00 m Breite. Das Bett mit 2,00 m, 70 cm zum Öffnen der Schranktüren und der Schrank mit 60 cm ergeben 3,30 m Länge. Das Zimmer muss also etwa 3,00 × 3,30 m messen, das sind 9,9 m².
- Bequem: 80 cm auf jeder Seite ergeben 3,40 m. Mit 90 cm vor dem Schrank wird die Länge 3,50 m. Das sind 3,40 × 3,50 m oder 11,9 m².
Ein Zimmer mit den 10 m² aus dem Zürcher Gesetz reicht also knapp, aber nur, wenn es mindestens 3,00 m breit ist. Die Tür muss noch aufgehen, und ein Heizkörper oder ein Fenster kann genau die Wand belegen, die du für den Schrank vorgesehen hast.
Zimmergrössen in der Schweiz
| Raum | Übliche Grösse | Mindestmass (Vorschrift) | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Schlafzimmer für zwei | Etwa 12 bis 14 m², z. B. 3,50 × 3,80 m | Kanton Zürich: 10 m² (§ 303 PBG), ausser in Einfamilienhäusern | Pfister: für ein 160er Bett mindestens etwa 12 bis 14 m². Das WBS rechnet mit einem Flächenmodul von 14 m², z. B. 3,68 × 3,80 m |
| Kinderzimmer, Einzelzimmer | Etwa 10 bis 12 m², z. B. 3,00 × 3,50 m | Kanton Zürich: 10 m² (§ 303 PBG) | WBS: jedes weitere Zimmer mindestens 10 m²; einen Pluspunkt gibt es, wenn alle Zimmer breiter als 3,00 m sind |
| Wohnzimmer | Grob 15 bis 25 m², z. B. 4,00 × 5,00 m | Kanton Zürich: 10 m² wie jedes Zimmer | WBS: erstes Zimmer mindestens 14 m², ein Pluspunkt für ein Zimmer ab 3,50 m Breite. Ein Sofa ist 85 bis 100 cm tief |
| Küche | Grob 6 bis 12 m², z. B. 2,40 × 3,50 m | Kanton Zürich: Für Küchen kann der Regierungsrat besondere Regeln erlassen (§ 303 Abs. 2 PBG) | WBS: Kochbereich 5 bis 8 m² je nach Wohnungsgrösse; eine separate Küche braucht dazu Platz für einen Tisch von 160 × 160 cm |
| Bad | Grob 3,5 bis 6 m², z. B. 2,00 × 2,40 m | Keine m²-Vorschrift gefunden | WBS: Sanitärbereich 3,8 m², im ersten Bad jede Seite mindestens 1,70 m; mindestens ein Bad hindernisfrei nach SIA 500 |
| Korridor | Grob 0,9 bis 1,2 m breit | Kanton Zürich: Treppen und Gänge zu dauernd genutzten Räumen 1,2 m, in Einfamilienhäusern und für Treppen in der Wohnung 0,9 m (§ 305 PBG) | WBS: 90 cm breiter Weg und 1,20 × 1,20 m vor jeder Zimmertür; Türöffnungen mindestens 80 cm |
| Raumhöhe | Grob 2,40 bis 2,70 m in neueren Wohnungen | Kanton Zürich: 2,40 m, in Kernzonen 2,30 m (§ 304 PBG). Kanton Bern: 2,30 m (Art. 67 BauV) | Unter dem Dach: in Zürich über mindestens der halben Fläche, in Bern über zwei Dritteln (in Einfamilienhäusern über der Hälfte). WBS: Pluspunkt, wenn mindestens die Hälfte der Zimmer 2,60 m hoch ist |
| Ganze Wohnung | Im Schnitt 99 m² (BFS, 2025) | WBS: 3-Zimmer 60 m², 4-Zimmer 80 m² Nettowohnfläche | 54 % aller Wohnungen haben drei oder vier Zimmer |
Die Werte mit «grob» sind Richtwerte, keine Regeln; die Spannen für Einzel- und Doppelzimmer stammen aus dem WBS und von Pfister, nicht aus einer Statistik. Das WBS ist kein Gesetz, sondern ein Werkzeug des Bundes zum Planen, Beurteilen und Fördern von Wohnbauten, und es lässt kleinere Zimmer zu, wo der Kanton das erlaubt. Jeder Kanton hat sein eigenes Baugesetz; frag bei deiner Gemeinde nach, was bei dir gilt. In Zürich braucht jedes Wohn- und Schlafzimmer ausserdem eine Fensterfläche von mindestens einem Zehntel der Bodenfläche (§ 302 PBG).
Wie gross ist eine 3,5-Zimmer-Wohnung?
Im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister zählen als Zimmer nur Wohnräume wie Wohn- und Schlafzimmer; Küche, Bad, Korridor, Abstellräume und halbe Zimmer zählen nicht mit. Eine «3,5-Zimmer-Wohnung» im Inserat hat also drei ganze Zimmer, oft ein Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer, und dazu ein halbes. Das WBS nennt das halbe Zimmer ein zusätzliches Flächenangebot: eine natürlich belichtete Fläche von mindestens 5 m², etwa eine Nische, eine Galerie oder ein grösserer Koch- oder Essbereich. Eine einheitliche Regel für Inserate gibt es nicht, und je nach Kanton wird anders gezählt.
| Wohnung im Inserat | Ganze Zimmer | Nettowohnfläche mindestens (WBS) |
|---|---|---|
| 1 oder 1,5 Zimmer | 1 | 30 m² |
| 2 oder 2,5 Zimmer | 2 | 45 m² |
| 3 oder 3,5 Zimmer | 3 | 60 m² |
| 4 oder 4,5 Zimmer | 4 | 80 m² |
| 5 oder 5,5 Zimmer | 5 | 100 m² |
Im Schnitt ist eine Schweizer Wohnung 99 m² gross (BFS, 2025), und pro Person sind es 46,6 m². Die 27,4 m² pro Zimmer, die das BFS angibt, sind deshalb keine echte Zimmergrösse: Küche, Bad und Korridor gehören zur Wohnungsfläche, zählen aber nicht als Zimmer.
So wird die Wohnfläche in der Schweiz gemessen
- Keine einheitliche Methode. Für Inserate gibt es in der Schweiz keine feste Regel, wie die Wohnfläche gemessen wird. Frag nach, welche Zahl gemeint ist.
- Nettowohnfläche (WBS). Die Bodenfläche innerhalb der Wohnung, die du begehen und möblieren kannst, ab einer Raumhöhe von 1,50 m.
- Hauptnutzfläche (SIA 416). Die Fläche aller Räume der Wohnung; Keller, Estrich, Garage, Balkon und Terrasse zählen nicht dazu.
- Wohnungsfläche im Register (BFS). Alle Zimmer, Küche, Bad, Toiletten, Abstellräume und Gänge, ohne offene Balkone und Terrassen. Wo es Bruttowerte gibt, werden diese erfasst, und darin sind die Wände mitgerechnet.
- Unter dem Dach. Im Kanton Bern zählen Raumteile unter 1,50 m nicht zur anrechenbaren Bodenfläche eines Wohnraums.
Häufige Fehler
- Das halbe Zimmer für ein Schlafzimmer halten. Bei 3,5 Zimmern ist das halbe oft ein Essplatz oder eine offene Küche, kein Raum mit Tür.
- Quadratmeter aus verschiedenen Inseraten vergleichen. Netto, Hauptnutzfläche und Brutto liefern verschiedene Zahlen für dieselbe Wohnung.
- Die Zürcher Regeln auf die ganze Schweiz übertragen. 10 m² und 2,40 m gelten im Kanton Zürich; Bern verlangt 2,30 m, und jeder Kanton regelt es selbst.
- Ein Zimmer nur nach der Fläche beurteilen. Ein schmales Zimmer mit 12 m² kann für ein 180er Bett mit Platz auf beiden Seiten zu schmal sein.
- Die Raumhöhe annehmen. Pläne zeigen sie selten; miss nach, vor allem unter dem Dach.
Sieh das Zimmer mit deinen eigenen Möbeln
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Was Flatwalk nicht kann: Flatwalk prüft keine kantonalen Bauvorschriften und sagt dir nicht, was deine Gemeinde bewilligt. Dein Plan ist nur so genau wie die Zahlen, die du eingibst. Miss das echte Zimmer mit dem Massband.
Auch für die Schweiz: Bettgrössen, Türbreiten.
Was Flatwalk kann und ältere Planer auslassen

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Häufige Fragen
Wie gross ist ein Zimmer im Durchschnitt? Eine Statistik für einzelne Zimmer haben wir nicht gefunden: Das BFS teilt die ganze Wohnungsfläche durch die Zahl der Zimmer und kommt auf 27,4 m², Küche, Bad und Korridor eingerechnet. Das WBS nennt als Mindestanforderung 14 m² fürs erste Zimmer einer Wohnung und 10 m² für jedes weitere.
Wie gross muss ein Zimmer in der Schweiz mindestens sein? Eine Bundesvorschrift gibt es nicht. Im Kanton Zürich sind es 10 m² für Wohn- und Schlafräume, ausser in Einfamilienhäusern (§ 303 PBG). Andere Kantone regeln es selbst; frag bei deiner Gemeinde nach.
Wie gross muss ein Schlafzimmer für 2 Personen sein? Für ein 180 × 200 Bett mit 60 cm auf jeder Seite und einem Schrank gegenüber dem Fussende etwa 3,00 × 3,30 m, also knapp 10 m²; bequemer sind 3,40 × 3,50 m oder etwa 12 m². Pfister rechnet für ein 160er Bett mit etwa 12 bis 14 m².
Wie gross muss ein Kinderzimmer mindestens sein? Eine eigene Regel für Kinderzimmer haben wir nicht gefunden. Im Kanton Zürich gilt für jedes Zimmer 10 m², und auch das WBS verlangt für jedes weitere Zimmer 10 m².
Was bedeutet 3,5 Zimmer? Drei ganze Zimmer und ein halbes, das oft ein Essplatz, eine offene Küche oder eine Nische ist. Küche, Bad und Korridor zählen in der Schweiz nicht als Zimmer.
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